Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Aufgrund von Gesundheitszustand, Alter oder Beruf ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht immer möglich. Unter Umständen sind auch die Prämien für das vorhandene Budget zu hoch. Um dennoch eine gewisse Absicherung zu erhalten gibt es verschiedene Alternativen. Eins zu eins ersetzen können diese die Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch nicht.

Erste Alternative ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung entspricht im Wesentlichen den Bedingungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Wer für einen Zeitraum von 6 Monaten nicht mindestens 3 Stunden pro Tag arbeiten kann, erhält eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Dabei spielt es keine Rolle in welchem Beruf. Die Gesundheitsprüfung fällt bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung deutlich geringer aus und auch die Prämie ist um einiges niedriger. Eine solche Absicherung bietet sich zudem für Inhaber von risikoreichen Berufen wie beispielsweise Dachdecker an, für die eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur zu einer sehr hohen Prämie angeboten wird.

Dread-Disease-Policen

Durch den Abschluss einer Dread-Disease-Versicherung können Versicherte sich gegen die finanziellen Folgen von verschiedenen Krankheiten absichern. Welche dies sind, hängt immer vom Leistungskatalog des jeweiligen Versicherers ab. In der Regel bieten die Assekuranzen Leistungspakete ab, welche beispielsweise Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Krebserkrankung absichern. Kommt es zu einer im Leistungskatalog aufgeführten Erkrankung zahlt die Versicherung einen zuvor vereinbarten Einmalbetrag. Gedacht war die Versicherung ursprünglich zur Absicherung von hohen Operationskosten. Nachteilig ist, dass psychische Krankheiten sowie Störungen des Bewegungsapparats nicht versichert werden können.

Die Grundfähigkeitsversicherung

Diese Versicherungsvariante zahlt eine monatliche Rente, wenn der Versicherungsnehmer aufgrund einer Erkrankung, eines Unfalls oder Kräfteverschleißes wichtige Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören, Sprechen oder Gehen verliert. Die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit, nämlich psychische Erkrankungen werden allerdings nicht abgedeckt. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn aufgrund der Erkrankung auch eine der versicherten Grundfähigkeiten verloren geht. Ein vollständiger Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch diese Police nicht, dennoch können zumindest für körperliche Tätigkeiten die Risiken deutlich gemindert werden.

Die private Unfallversicherung

Die Unfallversicherung bietet einen wichtigen Schutz für Kinder sowie Personen mit einem hohen Unfallrisiko. Als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung taugt sie jedoch nur bedingt, da die Berufsunfähigkeit nur in den wenigsten Fällen infolge eines Unfalls eintritt. Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung ist die Zahlung eines Einmalbetrags, wenn es aufgrund eines Unfalls zu bleibenden gesundheitlichen Schäden kommt. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach dem Grad der eingetretenen Invalidität. Bei Verlust eines Armes werden beispielsweise 70 Prozent der Versicherungssumme ausgezahlt.

Darüber hinaus können zumeist noch weitere Leistungen wie eine Invaliditätsrente, Krankenhaustagegeld wahlweise mit oder ohne Genesungsgeld, Kostenerstattung bei kosmetischen Operationen oder eine Todesfallleistung vereinbart werden.